Wirtschaft

Bei der Lufthansa fallen jeden Tag gut 60 Flüge aus

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18.000 Flüge sind 2018 schon bei Lufthansa ausgefallen – was einer zweiwöchigen Schließung des Frankfurter Flughafens entspricht. Die Airline gelobt Besserung.

Bei der Lufthansa fallen rund 60 Flüge am Tag aus – macht bisher 18.000 im Jahr 2018. Nun gelobt die Airline Besserung.

Bei der Lufthansa fallen nach eigenen Angaben im Schnitt pro Tag mehr als 60 Flugverbindungen aus. Konzernweit seien in diesem Jahr etwa 18.000 Flüge gestrichen worden, was einer zweiwöchigen Schließung des größten Lufthansa-Drehkreuzes in Frankfurt entspreche, sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister dem „Hamburger Abendblatt“ (Mittwoch). Zusätzlich habe es zahlreiche Verspätungen gegeben, die dazu führten, dass Passagiere ihre Anschlussflüge nicht erreichen konnten. Der Manager kündigte an, mehr Reservemaschinen einzusetzen, damit es zu weniger Verspätungen kommt.

Den Ärger der Passagiere verstehe er, sagte Hohmeister: „Unsere Kunden erwarten zu Recht Zuverlässigkeit von uns.“ Seit diesem Sommer gebe es zwei Reserveflugzeuge in Frankfurt. Aber das reiche nicht, um die angespannte Situation am Boden und in der Luft zu kompensieren. „Wir werden die Zahl weiter erhöhen – übrigens auch in München“, sagte Hohmeister.

Lufthansa: Ursachen liegen bei Flugsicherung und Sicherheitskontrollen

Ein Großteil der Ursachen für Ausfälle und Verspätungen liege nicht bei den Airlines, sondern an anderer Stelle – zum Beispiel bei der Flugsicherung, den Sicherheitskontrollen oder der Gepäckbeförderung. Hohmeister forderte eine gerechtere Aufteilung der Verspätungskosten innerhalb der Branche: „Wir werden auch mit unseren Systempartnern wie Flughäfen und Flugsicherungen über die Gebühren sprechen.“

Der Lufthansa-Konzern hatte bereits im Sommer seine Kunden um Entschuldigung für die massenhaften Verspätungen und Flugausfälle gebeten. Die Stammgesellschaft Lufthansa hatte nach früheren Angaben bereits im ersten Halbjahr mehr Flüge gestrichen als im Gesamtjahr 2017. Neben dem schlechten Wetter und fortgesetzten Fluglotsenstreiks hatte Lufthansa seinerzeit auch Engpässe an Flughäfen und bei den Flugsicherungen als Gründe genannt. (dpa)

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