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Mehrere Tote bei Erdbeben in China

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Ein Hotel stürzt ein, der Asphalt auf den Straßen reißt auf – viele Menschen stürzen panisch ins Freie. Die Behörden schicken Hunderte Feuerwehrleute in die betroffenen Gebiete im Südwesten der Volksrepublik.

Durch ein schweres Erdbeben in der südwestchinesischen Provinz Sichuan sind nach ersten Zählungen mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Es gibt mehr als 100 Verletzte, wie Staatsmedien berichten.

Das Beben, dessen Epizentrum nahe der Stadt Yibin lag, erreichte die Stärke 6,0. Menschen liefen in Panik auf die Straßen. Häuser stürzten ein. Das genaue Ausmaß der Schäden zeigte sich erst bei Tageslicht. Die Behörden leiteten sofort Bergungs- und Rettungsarbeiten ein. Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz. Es seien umgehend 5000 Zelte, 10.000 Feldbetten und 20.000 Decken ins Erdbebengebiet geschickt worden, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Retter suchen nach Überlebenden – und bergen Tote

“Die Erde bewegte sich etwa eine Minute lang”, zitiert Xinhua einen Bewohner im Kreis Changning. Betroffen war auch der benachbarte Kreis Gongxian. Viele Menschen verbrachten aus Angst vor weiteren Beben die Nacht im Freien.

Frühwarnsystem schlägt Alarm

Im Dorf Meidong sei ein Hotel eingestürzt, berichtet Xinhua. Nach dem Beben zeigten sich zudem große Risse auf der Schnellstraße zwischen den Gemeinden Yibin und Yuxong. Die Straße musste gesperrt werden. Auch auf anderen Straßen musste der Verkehr wegen Fahrbahnschäden gestoppt werden.

Unter der Wucht des Erdstoßes der Stärke 6,0 brachen Häuser zusammen

In der rund 300 Kilometer nordwestlich gelegenen Provinzhauptstadt Chengdu habe das Frühwarnsystem schon eine Minute vor dem Erdbeben Alarm geschlagen, schreibt die Staatsagentur. Dann sei der Erdstoß stark zu spüren gewesen.

Schweres Nachbeben

Auch in der 240 Kilometer nordöstlich gelegenen Metropole Chongqing habe das Beben die Erde erschüttert. An diesem Dienstagmorgen kam es dann in Sichuan zu einem weiteren Erdbeben der Stärke 5,2, wie Seismologen berichten.

In der Provinz waren 2008 bei einem schweren Erdbeben der Stärke 8,0 in Wenchuan mehr als 80.000 Menschen ums Leben gekommen. Sichuan liegt am Rand der Überschiebungszone der indischen Kontinentalplatte und der eurasischen Platte. Durch Plattenverschiebungen ist die Provinz besonders erdbebengefährdet.

jj/ehl (dpa, afp)

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